TLCI oder CRI?

By 8. Oktober 2017LED-Wissen

Um die Korrektheit und Vollständigkeit von Farben in einem gegebenen Licht zu bestimmen, wurde die Maßzahl „CRI“ eingeführt. Je näher diese an 100 bei einer Lampe heran kommt, desto näher ist das Ergebnis an der Qualität von Tageslicht der Sonne – also an unserem natürlichen Maßstab für das Auge. Doch nun kommt immer wieder das Kürzel „TLCI“ unter – was hat es damit auf sich?

TLCI sei das bessere CRI, hört man in diversen Foren. Und manchmal findet man neben dem CRI-Faktor auch die TLCI-Zahl auf Leuchtmitteln. Nicht selten sind CRI und TLCI auch noch gleich. Wir wollen die Verwirrung aufklären:

Der CRI orientiert sich an Sonnenlicht und misst daran ein Licht, das getestet wird. Würde das Auge keinen Unterschied zur Sonne feststellen können, bekäme das Leuchtmittel den CRI 100. Die guten, sehr nahe an der Qualität der Sonne verorteten Lichter haben CRI-Werte nahe an dem Optimum – ein CRI von 95 wäre dazu ein gutes Beispiel. Dabei sind die Farben schon sehr vollständig und gut zu sehen.

Der TLCI ist ähnlich definiert, allerdings wird nicht das Auge als Instrument für den Vergleich heran gezogen, sondern Sensoren von Kameras. Er entstand auch auf Wunsch der Vereinigung der Fernsehsender (EBU), die eine Maßeinheit für ihre Übertragungstechnik gebraucht haben – und Sensoren in Kameras sind mitunter empfindlich, was Licht in bestimmten Spektralfarben betrifft. Errechnet die Software, dass eine Lampe exakt die gleiche Wirkung in der Kamera erzielt, wie die Sonne, gibt es auch hier 100 Punkte. Und auch beim TLCI sind zB. 95 schon übliche gute Leuchtmittel.

Wenn ein TLCI angegeben ist, kann man den CRI durchaus in der Nähe vermuten, denn was eine Kamera sieht kann das Auge entsprechend einordnen. Ein guter TLCI bedingt auch einen guten CRI. Moderne LED-Leuchten sind in beiden Disziplinen außerordentlich gut. In der Lichtplanung und Einschätzung setzt man bis auf besondere Anwendungen im Filmbereich weiterhin auf den CRI, der gelernt und für fast alle Produkte getestet ist. CLEEN ENERGY setzt bei seinen Lösungen jedenfalls auf hochwertige Technik von Philips, über hervorragende CRI und TLCI-Werte braucht man sich da keine Sorgen machen.